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Mittwoch, 01. Juli 2020

Originalbeitrag (online): 20 Minuten


BERN SOLL MEHR FARBE ERHALTEN

«Mit dem Septipus-Böötli ist die Aare nun auch schiffbar»

Auf der Aare wurde ein neues Kunstprojekt vorgestellt, das die Stadt Bern farbiger machen soll. Wer auf der Aare bööteln will, kann dies neu mit siebenarmigen Gummi-Kraken tun.

Von Denise Brechbühl

Darum gehts

Pinke, siebenarmige Kraken-Böötli wurden am Dienstag auf der Berner Aare eingewassert.
Die Schöpferin Cordelia Hagi hat sich zum Ziel gesetzt, Bern farbiger zu machen.
Ab dem 1. Juli können die Boote gemietet werden.
Auch Gemeinderat Reto Nause war an der Einweihung dabei.

Bern soll noch bunter werden! Mit Kunst will die Marketingfachfrau Cordelia Hagi dieses Ziel erreichen. 2015 wurde der Verein Delia ins Leben gerufen, um der Region Bern eine «Attraktion mit internationaler Ausstrahlung zu verschaffen», wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Das erste konkrete Projekt «Mehr Aare – Aare Meer» wurde heute Dienstag nun vorgestellt und eingewassert. Ab dem 1. Juli können sogenannte Septipus-Aareböötli gemietet werden, davon gibt es 30 Stück. Die Künstlerin hinter dem Projekt ist Cordelia Hagi. Sie realisierte 2006 die bunte Krake mit den sieben Tentakeln, die im Berner Tierpark steht. Nun kehrt der Septipus ins Wasser zurück. «In Bern haben wir zwar schon viel Farbe, aber manchmal verschliessen wir die Augen», sagt Hagi. «Deshalb provoziere ich gerne mit grossen Objekten.»

Weitere Projekte geplant

Auch Gemeinderat und Delia-Vereinspräsident Reto Nause war bei der Einweihung mit an Bord: «Die Einweihungsfahrt war wunderbar.» Mit einem Augenzwinkern erinnerte der CVPler an die Kultworte von «Mister Corona» Daniel Koch, die Aare werde «bebadbar» sein. «Mit dem Septipus-Böötli ist sie nun auch schiffbar», so Nause.

Auch für die Zukunft hat der Verein schon einiges geplant. So soll beim Bärenpark ein Hotel mit überdimensionalem Bär auf dem Dach gebaut werden, eine Gondel über der Aare schweben oder am Flussufer ein Septipus-Grillplatz entstehen.


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